FKK oder: Die Liebe zum (nackten) Körper

Nacktheit ist der Naturzustand des Menschen. Egal wie viele Klamotten jemand trägt, die unterste Schicht ist stets die Haut, der ursprünglichste Mantel.

Mit FKK – kurz für „Freikörperkultur“ – bezeichnet sich knapp und rasch die Bewegung, die diesen Naturzustand als Urzustand zelebriert. Anhänger dieser Bewegung genießen es, textillos in der Natur zu sein, sich durch die Welt zu bewegen, frei und unbeschwert.

Dass dies nicht unbedingt gerne gesehen war, zeigt sich, blickt man auf die Ursprünge der Bewegung in Deutschland. Als unsittlich und obszön galten jene, die sich gerne nackt präsentierten, bereits im Deutschen Kaiserreich. Frühe Pioniere der FKK wie der Künstler Karl Wilhelm Diefenbach oder der Musiker Heinrich Pudor, die sich für die Freikörperkultur einsetzten und sie auslebten, wurden angefeindet. Ihnen wurde Sittenlosigkeit vorgeworfen. Diese frühen Pioniere aber verfolgten das Ziel, sich gegen die einengenden, gesellschaftlichen Regelungen und die vorherrschende Prüderie aufzulehnen:

„Wir wollen es nicht leugnen: Ein nackender Mensch ist für die Menschen unserer Zeit eine Geschmacklosigkeit und wirkt wie ein Schlag ins Gesicht – so unnatürlich sind wir geworden.“ – Pudor.

Eben gegen diese unnatürliche, damals vorherrschende Einstellung zum Natürlichen wendete sich die Freikörperkultur. Heute, über hundert Jahre später, ist die gesellschaftliche Einstellung zu Nacktheit eine andere, deutlich offenere als damals im Kaiserreich. Und trotzdem ist es noch so, dass völlige Nacktheit immer noch etwas verpönt ist. Insbesondere, betrachtet man die aktiven Debatten um die Nacktheit in sozialen Medien, oben-ohne in Schwimmbädern oder den Diskurs um die „free the nipple“-Bewegung.

Da also Nacktheit nicht überall möglich ist – und teils mit empfindlichen Bestrafungen versehen ist – ist ihr Raum stark beschränkt. Im mindesten auf die eigenen vier Wände, über die man selbst Herr ist und in denen man sich bewegen darf, wie es einem beliebt. Darüber hinaus auch in speziellen Saunen oder Wellness-Oasen, wobei der nackte Körper dort häufig noch mit einem Handtuch verdeckt wird.

Hier am Bodensee gibt es diverse Stellen, an denen Nacktbaden und FKK erlaubt, oder zumindest geduldet sind. Nationale Bekanntheit hat beispielsweise der FKK-Strand Hard, an welchem Gäste ungestört die Freikörperkultur ausleben können. Ebenfalls eine gewisse Bekanntheit hat Unteruhldingen bei Meersburg. Dieser Strandbereich ist zwar nicht offiziell als FKK-Strand deklariert, aber es ist schon seit Jahren eine beliebte und tolerierte Stelle. Als letztes wäre dann noch das Strandbad Horn – auch liebevoll von den Bewohnern „Hörnle“ genannt – welches einen abgetrennten FKK-Bereich hat.

Weitere Aktivitäten jenseits FKK finden sie bei uns auf der Website oder in der „Mehr erleben am Bodensee“-Broschüre, damit Sie beste Unterhaltung, Entspannung oder Urlaub am Bodensee haben, ob nun angezogen oder nicht.

FKK Strände

FKK Strand Hard

Wellnessen unter freiem Himmel - Idylle, so weit das Auge reicht. So macht Wellnessen Spaß: unkompliziert, inmitten der Natur, unter freiem Himmel.